TL;DR. Guideline 2.3.7 in Apples App Store Review Guidelines verbietet markenrechtlich geschützte Begriffe, Namen von Mitbewerbern oder populären Apps, Preisangaben und “irrelevant phrases just to game the system” in App-Name, Untertitel, Keyword-Feld, Screenshots und Previews. Sie gilt für das Keyword-Feld, obwohl Nutzer es nie zu sehen bekommen. Über die reine Ablehnung hinaus warnt der Guideline-Text selbst, dass Apple “may modify inappropriate keywords at any time” — eine leisere, unangekündigte Konsequenz, die nicht als Ablehnungs-E-Mail auftaucht.
Die meisten Indie-Entwickler lernen die Grenzen des Keyword-Felds über das 100-Zeichen-Limit kennen, nicht über die Review-Guideline, die eigentlich regelt, was dort hineingehört. Diese Guideline ist 2.3.7, und es lohnt sich, sie einmal zu lesen — es ist die, die App Review zitiert, wenn Titel, Untertitel oder Keyword-Feld beanstandet werden.
Was ist die App Store Review Guideline 2.3.7?
Guideline 2.3.7, Teil des Abschnitts „Accurate Metadata”, verlangt: “choose a unique app name, assign keywords that accurately describe your app, and don’t try to pack any of your metadata with trademarked terms, popular app names, pricing information, or other irrelevant phrases just to game the system.” App-Namen sind auf 30 Zeichen begrenzt, und die Guideline weitet dieselbe Regel — keine Preise, keine fachfremden Begriffe, keine Beschreibungen, die nicht dorthin gehören — ausdrücklich auf Untertitel, Screenshots und Previews aus.
Das ist ein breiterer Geltungsbereich, als die meisten Entwickler annehmen. Es geht nicht nur darum, deinen Titel nicht vollzustopfen. Die Guideline deckt jedes Metadaten-Feld ab, das App Review prüft, und benennt die konkreten Kategorien, die eine Beanstandung auslösen: Marken, die dir nicht gehören, Namen anderer Apps, Preise und alles Irrelevante, das nur zum Ranken eingefügt wurde.
Darf ich den Namen eines Mitbewerbers in mein Keyword-Feld oder meinen Untertitel packen?
Nein. Guideline 2.3.7 verbietet ausdrücklich “popular app names” und markenrechtlich geschützte Begriffe in deinen Metadaten, und das Keyword-Feld ist Metadata, die App Review prüft — auch wenn es Nutzern nie angezeigt wird. Den Namen eines bekannten Mitbewerbers in deine Keywords zu packen, um von dessen Suchverkehr zu profitieren, ist genau das Muster, das diese Guideline verhindern soll.
Das ist etwas anderes als Competitor-Keyword-Research, was legitim ist: zu untersuchen, für welche Begriffe ein Mitbewerber rankt, und deine eigenen Metadaten um dieselbe Nutzerintention herum aufzubauen. Dir seinen tatsächlichen Markennamen als eigenes Keyword zu leihen, ist die Grenze, die 2.3.7 zieht. Willst du die legitime Version dieser Arbeit, deckt unser Framework für Competitor-Keyword-Research ab, wie du die Lücke findest, ohne die Guideline zu berühren.
Was “just to game the system” tatsächlich abdeckt
Vier Kategorien werden direkt im Guideline-Text genannt:
- Markenrechtlich geschützte Begriffe, die dir nicht gehören — Markennamen, Franchise-Namen oder geschützte Formulierungen ohne Bezug zu deiner App.
- Populäre App-Namen — der Name eines Mitbewerbers oder einer anderen App, verwendet, um von deren Suchvolumen zu profitieren.
- Preisangaben — “free,” “sale,” ”% off” oder ein Preis in Dollar in App-Name, Untertitel, Screenshots oder Previews. (Featured In-App Purchases haben unter Guideline 2.3.2 eine separate, engere Ausnahme — du darfst zeigen, was ein IAP freischaltet, aber das allgemeine Preisverbot gilt weiterhin für den Rest deiner Metadaten.)
- Irrelevante Formulierungen — Kategoriebegriffe, Superlative oder Beschreibungen, die nicht wirklich beschreiben, was deine App tut, nur eingefügt, um mehr Suchverkehr abzugreifen.
Nichts davon ist exotisch. Es ist genau das Muster hinter einem Titel wie “Habit Tracker – Best App, Free, Like Streaks” — drei der vier Kategorien in elf Wörtern.
Was passiert tatsächlich, wenn du dagegen verstößt?
Zwei verschiedene Dinge können passieren, und nur eines davon sieht wie eine Ablehnung aus. App Review kann einen offensichtlichen Verstoß schon vor dem Livegang deiner App erkennen und die Einreichung ablehnen — das Ergebnis, das die meisten Entwickler vor Augen haben. Aber der Guideline-Text selbst gibt Apple noch eine zweite, leisere Option: “Apple may modify inappropriate keywords at any time or take other appropriate steps to prevent abuse.” Das bedeutet, ein Keyword-Feld, das die erste Prüfung übersteht, kann später ohne Ablehnungsbenachrichtigung bearbeitet oder entfernt werden — du merkst es unter Umständen erst, wenn dir auffällt, dass ein Keyword keine Ergebnisse mehr liefert.
Diese zweite Konsequenz ist genau deshalb ernst zu nehmen, weil sie lautlos ist. Eine Ablehnung sagt dir, was zu beheben ist. Ein stilles Entfernen von Keywords tut das nicht.
Prüf deine Metadaten heute gegen 2.3.7
Geh vor deiner nächsten Einreichung jedes Feld durch und prüfe es gegen die vier Kategorien oben:
- Titel (30 Zeichen). Keine mit Bindestrichen vollgestopften Keyword-Listen, keine Namen von Mitbewerbern oder geschützte Marken.
- Untertitel (30 Zeichen). Kein Name einer anderen App, keine Preisangaben, keine unbelegbaren Superlativ-Behauptungen (“#1”, “best”).
- Keyword-Feld (100 Zeichen). Keine markenrechtlich geschützten Begriffe oder Markennamen von Mitbewerbern — App Review liest dieses Feld, auch wenn Käufer es nie sehen.
- Screenshots und Previews. Keine Preis-Call-outs, keine Logos oder Marken, an denen du keine Rechte hast.
Ist dein Keyword-Feld aktuell darauf ausgelegt, möglichst viele Begriffe hineinzuquetschen statt präziser, relevanter Begriffe, deckt unser Guide zum 100-Zeichen-Keyword-Feld ab, wie du es mit Begriffen füllst, die die Review überstehen — nicht nur hineinpassen.